Gaycom in Münster

10921906_10204989714797817_1490263837_nDie FDP-Ratsfraktion in Münster hat auf Initiative eines LiSL-Landesvorstandsmitglieds,
Marc Weßeling, beim Rat der Stadt Münster den Antrag gestellt: „Die Stadt Münster lädt
das schwule Netzwerk NRW und die LAG Lesben in NRW als Veranstalter dazu ein, die
GAYCOM in den Räumlichkeiten der Stadt Münster stattfinden zu lassen.“

Münster ist eine tolerante Stadt, die im Bereich Lesben, Schwule, Bisexuelle,
Transsexuelle, Transgender, Intersexuelle und Queere (LSBTTIQ) eine große Tradition
aufweisen kann und in den letzten Jahren viele weitere Fortschritte gemacht hat. Seit der
ersten Schwulen-Demo Deutschlands in Münster im Jahr 1972 hat sich vieles getan.
Trotzdem gilt es auch in dieser Stadt weiter an diesem Thema zu arbeiten. Tradition und
Gegenwart sollen ein Ansporn sein, den beschrittenen Weg der Toleranz weiter zu gehen.

„Es stünde Münster gut zu Gesicht, die GAYCOM, den „schwul-lesbischen Städtetag“, in
die Stadt des Westfälischen Friedens einzuladen“, so begründet Marc Weßeling, Mitglied
im Landesvorstand der Liberalen Schwulen und Lesben (LiSL), für die FDP-Ratsfraktion
den entsprechenden Antrag. Die GAYCOM hat bisher elf Mal in NRW-Großstädten getagt.

Münster war noch nicht darunter, und so begrüßt die FDP-Fraktionsvorsitzende Carola
Möllemann-Appelhoff die Idee: „Mit einer offiziellen Einladung, in Räumlichkeiten der Stadt
zu tagen, würde Münster ein weiteres Zeichen für Toleranz setzen“. Einen zusätzlichen
Effekt sieht Weßeling: „Auch die in unserer Stadt bestehenden Aktivitäten der Schwulen,
Lesben und Queere könnten anlässlich einer solchen Tagung weiter ins Bewusstsein der
Stadtgesellschaft geholt werden“.

Kaum war der FDP-Antrag eingebracht, die GAYCOM-Tagung nach Münster einzuladen,
da legt die Verwaltung auch schon einen entsprechenden positiven
Entscheidungsvorschlag auf den Tisch: „Es ist sehr erfreulich, dass die Stadt für dieses
Vernetzungstreffen, das auch ,schwul-lesbischer Städtetag genannt wird, das Rathaus
bereits im kommenden Jahr öffnen möchte, wenn der Rat dem am 10. Dezember
zustimmt“, ist Marc Weßeling, FDP-Mitglied in der Bezirksvertretung Münster-Nord, als
Initiator des Antrags noch vor der Ratssitzung froh, dass nach elf anderen NRWGroßstädten nun auch Münster Gastgeber sein könnte.
„Es ist ein wichtiges Zeichen von Toleranz, diesen Akteurinnen und Akteuren einer aktiven Minderheitspolitik die Türen des Rathauses zu öffnen“, findet Weßeling, der auch Mitglied im Landesvorstand der Liberalen Schwulen und Lesben (LiSL) ist. „Auch die in Münster vorhandenen Aktivitäten und Gruppen profitieren von der Aufmerksamkeit, die eine solche Veranstaltung auf sich zieht“.

Der Rat der Stadt Münster hat diesen Antrag in seiner letzten Sitzung schlussendlich
einstimmig angenommen. Die Gaycom 2015 wird in Münster stattfinden.

LiSl wirkt – auch vor Ort.