Pride Parade Overhead

LiSL NRW kritisiert Minister Laumann

Wir als LiSL NRW wollen heute zu den letzten Äußerungen der Bundes- als auch unserer Landesregierung Stellung beziehen. Die LSBTIQ* Community stellt eine sehr vulnerable Gruppe dar, welche den Schutz und die Aufmerksamkeit der Regierung bedarf. Wir sind der Überzeugung, dass der Schutz vor Diskriminierung einer Änderung des Grundgesetzes bedarf!

Wir werden uns weiter für eine Grundgesetzänderung des Artikel 3 einsetzen um hier einen Schutz der sexuellen Identität zu ermöglichen.

Gleichwohl wollen wir hiermit Stellung beziehen auf die Äußerungen von NRW Minister Laumann. Wir wollen klarstellen, dass wir die spezielle Rolle von Männer- und Pansaunen in der Community durchaus anerkennen. Sie stellen für die Community einen geschlossenen und sicheren Raum dar. Jedoch müssen wir auch erkennen, dass wir uns in einer globalen Pandemie befinden.

Diese Saunen sind in der Regel so ausgestattet als auch ausgerichtet der Community die Möglichkeit zu bieten, sexuelle Handlungen zu vollziehen. Solch sexuelle Handlungen, also "Cruising", vereinbart sich nicht mit unserem Empfinden von Infektionsschutz. Eine schwule Sauna jedoch mit einem Bordell gleichzusetzen lehnen wir ab und kritisieren dies aufs schärfste. Eine "Sexsteuer" für diese Saunen lehnen wir ab, da es sich hierbei explizit nicht um Swinger Clubs geschweige denn um Bordelle handelt wie sie Minister Laumann darstellt.

Auch wir stellen leider immer wieder fest, dass Minister Laumann eine Haltung zur LSBTIQ* Community vertritt, welche eher der 70er Jahre ähnelt. Wir wollen uns auch weiter dafür einsetzen, schwulen & Pansaunen als einen sicheren Ort der Community zu verstehen. Jedoch steht für uns der Schutz der Gesundheit der Bürger:innen derzeit an oberster Stelle.

Unser Verständnis von Politik ist es, dass die Community mitgedacht, gesehen und verstanden werden muss, in allen Entscheidungen die getroffen werden!

Für den Landesvorstand


Julian Kull Landesvorsitzender